{"id":393,"date":"2019-03-06T10:39:25","date_gmt":"2019-03-06T09:39:25","guid":{"rendered":"http:\/\/technik-akademie-tuebingen.de\/2019\/?p=393"},"modified":"2019-03-12T14:17:47","modified_gmt":"2019-03-12T13:17:47","slug":"stadtfuehrung-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technik-akademie-tuebingen.de\/2019\/2019\/03\/06\/stadtfuehrung-ii\/","title":{"rendered":"Stadtf\u00fchrung II"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 13:<\/strong><br>Nach der Besichtigung der Ammergasse, besuchten wir den <strong>Fruchtkasten<\/strong>, das heutige B\u00fcrgerhaus.<br>Dieses, zwischen 1474 und 1475 erbaute Fachwerkhaus diente als Getreidelager. Bis zu 500 Tonnen Getreide konnten hier gelagert werden. F\u00fcnf der sieben Stockwerke befinden sich in dem gewaltigen Dach. Experten vermuten, dass es sich bei dem Fruchtkasten um einen Testbau f\u00fcr die sp\u00e4ter errichteten Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude handelt (gr\u00fcndung der Universit\u00e4t 1477). Man wollte damit \u00fcberpr\u00fcfen, ob solch gro\u00dfe Fachwerkbauten stabil sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Fruchtkasten\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Fruchtkasten<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 14:<\/strong><br>Anschlie\u00dfend besichtigten wir das <strong>Kornhaus<\/strong>, das heutige Stadtmuseum.<br>Das Kornhaus wurde 1453 alemannischer Fachwerkbauweise erstellt. Fr\u00fcher wurde im Erdgescho\u00df Getreide gehandelt. Die Obergeschosse (1604 wurde das Haus um ein Gescho\u00df aufgestockt) wurden f\u00fcr kulturelle Veranstaltungen genutzt, z.B. gab es hier Theaterauff\u00fchrungen reisender Kom\u00f6dianten. Seit 1991 ist im Kornhaus das Stadtmuseum untergebracht mit einer st\u00e4ndigen Ausstellung zur Stadtgeschichte. Sehenswert: ein sehr anschauliches Modell der Altstadt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Stadtmuseum\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Stadtmuseum<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 15:<\/strong><br>Sp\u00e4ter betrachteten wir den <strong>Marktplatz mit Neptunbrunnen<\/strong>. <br>Der Marktplatz ist das Herz der Altstadt. Hier sitzen im Sommer hunderte von Studenten auf dem Boden &#8211; \u00fcber den ganzen Platz verteilt &#8211; und genie\u00dfen die lauen Sommern\u00e4chte.<br>Die Zierde des Marktplatzes ist der Neptunbrunnen, der 1617 gehauen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Marktplatz\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Marktplatz<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 16:<\/strong><br>Daraufhin schauten wir uns das <strong>Rathaus<\/strong> an.<br>Das Rathaus wurde 1435 erbaut, aber erst 1471 zogen der Rat und das Gericht hier ein. Davor tagten sie im Freien. Unter den Arkaden wurden bis ins 17. Jahrhundert verschiedene Waren angeboten und das Rathaus machte eher den Eindruck eines Kaufhauses.<br>Die 1511 konstruiert astronomische Uhr zeigt neben der Uhrzeit auch den Stand der Sonne im Tierkreis und die verschiedenen Mondphasen an. Von der Kanzel im ersten Stock wurden fr\u00fcher die ordnungen und Befehle f\u00fcr die B\u00fcrgerschaft verlesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Rathaus\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Rathaus<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 17:<\/strong><br>Im Anschluss besuchten wir den <strong>Wilhelmstift<\/strong> oder <strong>Konvikt<\/strong>.<br>Erbaut wurde dieses h\u00fcbsche Geb\u00e4ude 1588-1592. Ein idyllischer Vorgarten liefert Ruhe inmitten der gesch\u00e4ftigten Stadt.<br>Es war einst eine Ritterakademie, sp\u00e4ter eine F\u00fcrsten- und Adelsakademie, w\u00e4hrend die b\u00fcrgerlichen Studenten in der Burse oder im evangelischen Stift in unbeheizten Mehrbettzimmern mit Wassersuppe auskommen mussten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Wilhelmsstift\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Wilhelmsstift<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 18:<\/strong><br>Nach dem Wilhelmstift betrachteten wir das <strong>Nonnenhaus<\/strong>.<br>Ein wahres Schmuckst\u00fcck, dieses Nonnenhaus. Der Fachwerkbau steht direkt am Ammerkanal. Gut zu sehen ist das fr\u00fchere WC, das sogenannte &#8222;Sprachhaus&#8220;, ein Anbau an das Geb\u00e4ude, das direkt bis \u00fcber die Ammer verl\u00e4uft.<br>In diesem Haus lebten fr\u00fcher die Nonnen des Franziskanerordens. Dann zog ein Priester ein. Nach der Reformation 1534 war es das Wohnhaus des Medizinprofessors und des Botanikers Leonard Fuchs. Heute ist der Begriff &#8222;Nonnenhaus&#8220; eher die Bezeichnung f\u00fcr das gro\u00dfe Einkaufszentrum, das direkt daneben gebaut wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Nonnenhaus\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Nonnenhaus<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 19:<\/strong><br>Darauf folgend erz\u00e4hlte man uns etwas \u00fcber den <strong>Alten Botanischen Garten<\/strong>, aber besichtigen konnten wir ihn leider nicht.<br>Der Alte Botanische Garten wird auch als &#8222;gr\u00fcne Lunge der Stadt&#8220; bezeichnet. Der ehemalige Universit\u00e4tsgarten wurde zwischen 1805 und 1828 angelegt. Hier standen fr\u00fcher Gew\u00e4chsh\u00e4user, Beete und ein PAlmenhaus, eben wie im &#8222;Neuen Botanischen Garten&#8220;. 1970 zog der Universit\u00e4tsgarten auf die Morgenstelle, der alte GArten wurde zum st\u00e4dtischen Park umfunktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Alter_Botanischer_Garten\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Alter_Botanischer_Garte<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 20:<\/strong><br>Danach be\u00e4ugten wir den <strong>unterirdischen Ammerkanal<\/strong>.<br>An dieser Stelle flie\u00dft der Ammerkanal zum einen zur\u00fcck in die Ammer und zum anderen zweigt er als ehemaliger, im 15. Jahrhundert erbauten M\u00fchlenkanal ab. Dieser Kanal flie\u00dft unter der M\u00fchlstra\u00dfe zur\u00fcck in den Neckar. Das Gef\u00e4lle betr\u00e4gt dabei 10m und das Wasser flie\u00dft aus dem &#8222;Loch&#8220;, welches man von der Eberhardbr\u00fccke aus sehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Ammerkanal\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Ammerkanal<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 21:<\/strong><br>Anschlie\u00dfend schauten wir uns gemeinsam die <strong>M\u00fchlstra\u00dfe<\/strong> an. <br>Dort, wo jetzt die M\u00fchlstra\u00dfe verl\u00e4uft war fr\u00fcher ein Berg. genauer ein Bergr\u00fccken, der Schloss- und \u00d6sterberg verband. Mit dem Bau des M\u00fchlgrabens wurde dieser Bergr\u00fccken durchsto\u00dfen und entlang des Grabens befanden sich drei M\u00fchlen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde aus dem einstigen Graben schlie\u00dflich die breite M\u00fchlstra\u00dfe und der M\u00fchlgraben verschwand unter der Erde. Nach dem II. Weltkrieg gab es Planungen, hier eine vierspurige Stra\u00dfe durchzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/M%C3%BChlstra%C3%9Fe\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/M%C3%BChlstra%C3%9Fe<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 22:<\/strong><br>Auf unserem weiteren Weg musterten wir den <strong>Pfleghof<\/strong>.<br>Der Pfleghof des Bebenhauser Klosters befand sich bei der Stiftskirche. Im Zusammmenhang mit der Universit\u00e4tsgr\u00fcndung wurde er gegen dieses Gel\u00e4nde getauscht und an dieser Stelle etwa Ende des !5. Jahrhunderts errichtet. Im Innenhof ist gut zu erkennen, dassd das Erdgescho\u00df einst eien offene Halle mit gro\u00dfen spitzb\u00f6gigen Einfahrten war, die fr\u00fcher als Kelter diente. An der Ecke zur Stiftskirche befindet sich die mittelalterliche Eingangst\u00fcr zur Kapelle. \u00dcber ihr das Zisterzienserwappen Bebenhausens und die Bauinschrift &#8222;Soli deo 1492&#8220;, daneben eine Madonna aus derselben Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Pfleghof\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Pfleghof<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Station 23:<\/strong><br>Als letzter Punkt auf unserer Liste lernten wir etwas \u00fcber die <strong>Neckargasse<\/strong>.<br>Vor dem Bau der M\u00fchlstra\u00dfe im Jahre 1885 war dei Neckargasse die Hauptdurchgangsstra\u00dfe der Stadt. Dort wo sich heute Boutiquen, Eiscaf\u00e9s und Parf\u00fcmerien finden lassen, waren im Mittelalter wohlsituierte Handwerker, B\u00e4cker, Schuster, Schlosser und Schmiede ans\u00e4ssig. Und wo heute die Touristenstr\u00f6me (die an manchen Tagne an eine Viehherde erinnern) flie\u00dfen, wurde fr\u00fcher das Vieh getrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Neckargasse\">https:\/\/www.tuepedia.de\/wiki\/Neckargasse<\/a><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Station 13:Nach der Besichtigung der Ammergasse, besuchten wir den Fruchtkasten, das heutige B\u00fcrgerhaus.Dieses, zwischen 1474 und 1475 erbaute Fachwerkhaus diente als Getreidelager. Bis zu 500 Tonnen Getreide konnten hier gelagert werden. 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